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Ich nehmen nie RIG auf Flugreisen mit.

51%

Ich nehme RIG gerne mit bei Flugreisen.

16%

Ich hatte Probleme mit der Kontrolle auf dem Flughafen.

55%

Die Flughafen-Kontrolle war problemlos!

3%

Nie wieder mit RIG auf Flugreisen

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retep

Beginner

1

Monday, March 12th 2007, 2:02pm

MIC MH-36

Hallo

Ich habe zu meinem FT 817 das DTMF Mic MH-36 gekauft. Nun erhalte ich von meinen QSO Partnern immer eine schlechte Sprachqualitätsbestätigung. Mit dem Original Mic MH-31 ist das Signal ufb. An was kann das liegen, dass das DTMF Mic eine so schlechte Sprachqualität liefert?

Besten Dank für Eure Antworten schon im Voraus.

73 Peter, HB9DSF

dg2iaq

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2

Tuesday, March 13th 2007, 8:05am

Hallo Peter.

Das ist bekannt. :lol: Und liegt an verschiedenen Dingen, die man aber mit etwas Bastelerfahrung problemlos alles beseitigen kann:


1)
Der Bias-Widerstand für die Elektretkapsel hat nur 1k8, in manchen sogar nur 270 Ohm -> gegen einen 4k7 austauschen


2)
Vor der Elektretkapsel sitzt eine sogenannte "Prallplatte" aus Plastik -> Raus damit !!


Für unsere Mobilisten (u.a. auch FT-857-Benutzer) endet die "Odyssee" :lol: bereits hier. Ansonsten können laute Fahrgeräusche evtl. zu sehr durch das Mikrofon aufgenommen werden, die die Verständlichkeit dann heruntersetzen können (z.B. bei schneller Autobahnfahrt oder alten und lauten PKWs)


3)
Wer's noch etwas besser haben will, bohrt um das einzige Schallöffnungsloch der Mikrofon-Front herum mit einem 1 - 2mm Platinenbohrer weitere Löcher. Das lässt den Schall unverfälschter auf die Elektretkapsel gelangen. 5x Löcher genügen, muss nicht übertrieben werden. 5x kleine Löcher sind auch besser als 1 großes Loch in der Mitte, denn durch die kleinen Löcher wird der Schall etwas gebrochen und eventuelle Nahbesprechungseffekte ("Ploppen") gemindert oder sogar ganz eliminiert.


4)
Nun muss sich das MH-36 schon WESENTLICH lauter anhören und man darf nun ruhig auch mal etwas Sprechabstands-Variation zur Mikrofonfront walten lassen, ohne dass gleich die Audio gnadenlos wegbricht.
Allerdings ist noch ein Audio-Hochpassfilter am Werkeln (die Audio geht durch ein Parallelglied von 1k // 0.1?). Dieser Hochpass kann durch Parallelschalten eines 2?2 Tantalelkos ausgehebelt werden. Für Mobilbetrieb sollte dieser aber verbleiben (s.o.), denn durch die Bassunterdrückung werden auch die Fahrgeräusche ("Rauschen") stark gemindert !!


5)
Wem das noch nicht reicht, der vergrößert den Auskoppel-Elko (0,33?) auf ebenfalls 2?2.


6)
Und für die absoluten Audio-Puristen: Die sollten mal bei Pollin nach der Elektretkapsel Nr. 660 263 schauen und die originale Kapsel mit dieser ersetzen. (http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=detail.php&pg=OA==&a=NjM3OTMzOTk=&w=Nzk2OTg5&ts=0). Diese Kapsel hat keine noise-canceling Charakteristik und einen flacheren Frequenzgang.
(Dieser Trick hilft übrigens bei allen neueren Yaesu-Elektretmikrofonen, z.B. MH-36, MH-48 usw.


Ich kann dich beruhigen Peter. Ich selbst habe zuhause am FT-897D ein umgebautes MH-36, und wenn man's richtig macht, dann "knallt" das Ding !! :lol:


73,
Jochen

retep

Beginner

3

Sunday, April 1st 2007, 12:18pm

Also vielen Dank lieber Jochen. Ich werde das mal ausprobieren!

vy 73 de Peter

gary

Beginner

4

Saturday, June 30th 2007, 3:30pm

Hallo Jochen,
könntest du mir sagen wo ich diesen Widerstand im Mike finde??

73 Gary DO8PE

dg2iaq

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5

Saturday, June 30th 2007, 11:16pm

Hallo Gary.

Ich habe mal auf meinem Server gekramt und dort zwei Dateien gefunden, die ich in einer YAHOOGROUP damals fand.

Beim auszutauschenden Widerstand handelt es sich um den R16 (1k8), der aber wie gesagt bei manchen Modellen bis runter auf 270 Ohm gehen kann !! Dieser ist auf 4k7 zu erhöhen.

Wer gerne mehr Bässe mag, der sollte dem C6 (100nF) einen 470nF (keramisch oder Sibattit) parallelschalten.

Den Schaltplan und das Platinenlayout füge ich bei. Beide Bauteile findest Du rechts unten.

Bitte auch das Elektretmikrofon kurz entnehmen und die Plastik-Prallplatte davor rausnehmen. Danach die Kapsel ohne Prallplatte wieder in die Öffnung setzen.

Das Ergebnis hörst Du in beigefügter Audio-Datei, wobei bei dieser noch nicht alle möglichen Audio-Mods durchgeführt wurden. Doch alleine schon durch Vergrössern des BIAS-Widerstandes (und dadurch durch den gewonnenen vergrösserten Sprachabstand) sind schon mal die Nahbesprechungseffekte (Ploppeffekte, Popping) verschwunden.

73,
Jochen (DG2IAQ)

gary

Beginner

6

Saturday, June 30th 2007, 11:40pm

Danke für deine schnelle und kompetente Antwort.

73 Gary (DO8PE)

gary

Beginner

7

Monday, July 2nd 2007, 7:56pm

Hallo Jochen,
kann man diese Umbauten auch 1:1 für das MH-59A8J übernehmen ??

73 Gary (DO8PE)

dg2iaq

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8

Monday, July 2nd 2007, 10:29pm

Quoted from ""gary""

Hallo Jochen,
kann man diese Umbauten auch 1:1 für das MH-59A8J übernehmen ??

73 Gary (DO8PE)


Hallo Gary.

Nahezu 1:1 nicht, da das Platinenlayout anders aussieht (Servicemanual anbei). Aber der prinzipielle Aufbau ist in allen diesen YAESU-Mikrofonen gleich. Ich meine aber, beim MH-59 wäre eine bessere Electretkapsel verwendet worden, denn das MH-59 hört sich bei weitem nicht so "grausig" an wie das MH-36. YAESU verwendet da auch gerne "noise-cancelling" Kapseln, die höhenbetont und nahe zu besprechen sind und dementsprechend kann man auch keine HIFI-Klänge (aus der Schaltung drum herum) zaubern.

Auch ist der BIAS-Widerstand hier zumindest mal die 1k8 gross. Bei meinem MH-36 waren es hingegen nur grausige 270 Ohm, die wirklich pegelmässig ALLES zunichte und klanglich alles total verfälscht hatten.

Da diese Mikrofone aber sicherlich hauptsächlich zum Mobil- oder Portabelbetrieb gedacht sind, hat eine "noise-cancelling" Funktion durchaus auch ihre Berechtigung, steht aber immer im Gegensatz zum HIFI-Freund. :lol:

Daher soll bitte jeder selbst nach seiner Facon entscheiden, wie weit er gehen will (bei meinem nur zuhause betriebenen FT-897D war DIE ANTWORT dann recht einfach, ...hi). Da muss es eben "knallen". :lol:

Für das MH-59 füge ich einen Umbau vom amerikanischen Kollegen WB1AEX gleich bei.


73,
Jochen (DG2IAQ)