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dg2iaq

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1

Friday, January 12th 2007, 6:07pm

1:1-Balun an einer Slinky-Antenne

Hallo zusammen,

habe heute mal eine Frage an unsere Balun-Freaks. :lol:

Ich baue mir gerade mal wieder einen Slinky-Dipol zusammen, also ein verkürzter Multiband-Dipol der aus 2 dieser aus den USA erhältlichen Slinky-Federn besteht.

Durch jüngst gelesene Artikel über Baluns und UnUns bin ich jetzt aber verunsichert. Ich benötige einen 1:1-Balun zur Symmetrierung, da die Slinkies bereits schon rd. 50 Ohm Impedanz haben sollen (je nach Längenänderung).

Bisher dachte ich immer, dass diese Mantelwellensperre (http://www.db8bx.de/korrek.htm?page=ant01.htm -> die mit dem FT140-43 meine ich) bereits ein 1:1 Balun darstellt.

Andere Berichte schreiben nun jedoch wieder, dass solche Mantelwellensperren UnUns sind, da man ja bereits mit Koaxkabel rein- und wieder rausgeht.

Was stimmt denn nun ?

Schön wäre es nämlich, wenn mir diese (leichte) Mantelwellensperre, die am Anfang meines RG-58 in der wasserdichten 220V-Unterputzdose direkt an der Dipol-Einspeisung sitzt, reichen würde.

Oder muss ich einen Balun zusätzlich verwenden, also Unsymmetrisch auf Symmetrisch ?

Für diese 1:1-Balune habe ich sowohl die bifilare (current balun) als auch die trifilare Wicklung (voltage balun) gefunden. Trifilare dürfte wohl die verbreitetsten Typen sein.


Da in der Unterputzdose sowieso nicht so viel Platz ist, habe ich derzeit nur die Mantelwellensperre drin. Diese geht mit einem FT140-77 sehr breitbandig und unterdrückt die Mantelwellen sehr gut. Dadurch müsste sich lt. Rothammel ja auch eine Zwangssymmetrierung einstellen.
Wenn also nicht auch noch ein zusätzlicher, richtiger 1:1-Balun notwendig ist, wäre mir das aus Platzgründen sehr gelegen. :)


73,
Jochen (DG2IAQ)

DC4LO

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2

Friday, January 12th 2007, 6:30pm

Hallo Jochen,
besagter 1:1 Balun wie bei http://www.db8bx.de/korrek.htm?page=ant01.htm beschrieben erfüllt seinen Zweck (Mantelwellensperre und Symetrierung). Als Kernmaterial ist der FT140-43 geeignet. Wenn Du noch weitere Informationen suchst, stürze Dich mal auf die Homepage von DG0SA. OM Wolfgang hat in dieser Hinsicht viele Versuche und Messungen durchgeführt.

Vy 73 de Gerhard ;-)

dg2iaq

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3

Saturday, January 13th 2007, 12:37am

Hallo Gerhard.

Bestens !!! Vielen Dank.

Die Seite von DG0SA ist mir auch bekannt, die ganzen Daten auch schon lange auf meinen Server downgeloaded. Ebenso kenne ich seinen Ur-Bericht aus der Sonderzeitschrift der CQ-DL. Ich hatte auch schon seine Baluns nachgebaut und wechselseitig mit 1:1 und 4:1 beschaltet und mit Kohleschichtwiderständen und meinem MFJ-259B Antennenanalysator durchgemessen. Da hatte ich leider nicht so viel Glück, die im Bericht beschriebene perfekte flache Durchlasskurve von 3 - 30 MHz zu erhalten. Das lag dann aber sicherlich am verwendeten Kernmaterial (ebenfalls ein FT140-77 von REICHELT. Die 43er Materialien hatten die leider nicht). Ebenfalls war meine 0,5 qmm Lautsprecherlitze sicherlich auch nicht impedanzkonform, ...hi. Mit 0,75 qmm Lautsprecherlitze hatte ich die besten Ergebnisse.

Daher bin ich bei den 4:1-Baluns letztendlich bei den (von Gerd auch hier im Forum dokumentierten) Current-Baluns mit 2 Ringkernen hängen geblieben, die immer die besten Kurven hatten.

Nur mit 1:1 stehe ich immer noch auf dem Kriegsfuß. Die roten Txxx-2 sind nach meinen Messungen nur mit CuL-Draht brauchbar, jede andere Isolierung zerschlägt sofort die Anpassung. Trotz CuL habe ich mit den roten Kernen noch nie eine vernünftige breitbandige Anpassung hinbekommen.

Da nehme ich dann lieber o.g. FT140-77 und "zwirble" wie bei DB8BX je 2x 4 Wdg. RG58 durch. Das ist extrem einfach (..hi..) und die Windungen sind innen gerade mal so eng im Kern, dass sie sich fast schon von selbst fixieren. Dennoch mache ich noch je am Eingang + Ausgang einen Kabelbinder auf's Kabel und den Ring. Dann verrutsch auch garantiert unter Belastung nichts.

Wenn ich meinen Slinky-Dipol fertiggestellt habe, poste ich die Bilder hier.


73,
Jochen (DG2IAQ)

DM2CDB

Professional

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Hobbies: QRP, PSK31, PoFo

4

Saturday, January 13th 2007, 9:56pm

Hallo Jochen,

für einen Balun sollte man grundsätzlich Ferrit (FTxxx) nehmen, da dieser eine höhere Induktivität bei gleicher Windungszahl hat. Um eine hohe Bandbreite zu erreichen, ist eine hohe Induktivität bei der niedrigsten Frequenz und eine geringe Kapazität der Wicklung (geringe Windungszahl) bei der höchsten Frequenz erforderlich. Dazwischen muss man einen Kompromiss finden.

Ein aufgewickeltes Koaxkabel ist eine Mantelstromsperre, da nur der Strom auf dem Außenmantel des Koaxkabels miteinander agiert. Der Strom auf dem Innenleiter und der Innenfläche des Koaxkabels werden nicht beeinflusst.

Ein 1:1 Strom- Balun hingegen besteht aus zwei Wicklungen auf einem gemeinsamen Ferritring, Du kannst einen bewickelten Kern des 4:1 Balun nehmen, der vom Strom auf den Innen bzw. Außenleiter durchflossen wird. Wie Du siehst, ist ein Balun etwas ganz anders als eine Mantelstromsperre. Ein Spannungstrafo(Unun) ist als Balun ungeeignet. Ich hoffe, nun ist alles klar.


73 de Gerd, DM2CDB

This post has been edited 1 times, last edit by "DM2CDB" (Aug 13th 2008, 8:22pm)