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dg2iaq

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1

Sunday, May 28th 2006, 11:31am

ATU: 2 angeklebte Ringkerne = doppelter AL-Wert ??

Hallole.

Eine Frage an unsere Ringkern-Spezialisten:

In der aktuellen "CQ-DL 6-2006" habe ich mit großem Interesse den ersten Teil des Berichts "Erfahrungen mit dem Automatiktuner-Bausatz RT-11" von Wolfgang Gellerich (DJ3TZ) gelesen. Er verweist u.a. auf die Vorteile von Ringkern-Spulen in den ATUs.

Ich besitze sowohl den RT-11 als auch den SG-237 sowie den SG-239.

Mein SG-239 ist unterdach montiert und matcht 2 Windrispenbänder an (= eine Art schräge Inverted-Vee. Windrispenbänder sind die diagonalen 5cm breiten Stahlbänder über die Dachsparren genagelt und zum Zweck der Verwindungssteifheit der Dachsparren bei Seitenwinden. Ein auf dem Kopf stehendes "V" auf jeder Dachseite, also sozusagen ein "/\"). Die genaue Länge der unsichtbaren Windrispenbänder will ich mir demnächst noch mit meinem neuen MFJ-259B Analyzer ausmessen und sehen wo die Dipol-Resonanz eigentlich liegt. Dann kann ich auch errechnen, wie lange die Windrispenbänder ungefähr sind, aber nur per Zufall würde die Resonanz im Afu-Bereich liegen. Da erwarte ich mir mal lieber nicht zuviel, ...hi.

In dieser Konstellation glaube ich nun auch, dass im ATU zwangsläufig Verluste auftreten müssen, da ich ganz sicher hier NICHT von einer an die Afu-Bänder angepassten Lösung ausgehen kann, ...hi.

Meine SGC-Autotuner habe im Gegensatz zum LDG jedoch Luftspulen, die nach den im Artikel genannten Aussagen jedoch mehr oder weniger Nachteile mit sich bringen würden.

Ich beabsichtige, die Luftspulen meines SG-239 gegen Ringkernspulen auf T130-2 auszutauschen.


Nun meine eigentliche Frage:

Wenn in zwei T130-2 aneinanderklebe, so wie das der RT-11 z.B. bei seiner grössten Spule macht, kann ich dann einfach davon ausgehen, dass sich auch der AL-Wert VERDOPPELT bzw. die notwendige Windungszahl sich HALBIERT ? Hintergrund ist einfach nur die Erhöhung der Leistungsbelastung, weil die ganze SGC-Abstimmeinheit von einem Alugehäuse umschlossen wird und somit die verwendbare Grösse der Ringkerne begrenzt wird.

Ringkern-Spezialisten, wo seid Ihr ?? :D

Ansonsten müsste ich mal probewickeln und mit der Induktivitäts-Messung meines MFJ-259B schauen, was dabei eigentlich rauskommt. Die Zielvorgaben sind im SGC-Schaltplan definiert und ich weiss, auf welche ?H-Werte ich letztendlich kommen muss. Aber das langwierige Probewickeln möchte ich mir doch gerne sparen, wenn möglich.


73,
Jochen (DG2IAQ)

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2

Sunday, May 28th 2006, 12:07pm

Danke, ich habe mir die Frage bereits selbst beantwortet, indem ich gerade in den Aufbauplan meines RT-11 geschaut habe (ich dachte, dort wären zwar die Windungszahlen, nicht aber die zu erzielenden Henry-Werte ausgewiesen. Es sind aber zum Glück BEIDE Angaben vorhanden).

Alle Spulen im LDG RT-11 sind mit (lediglich) nur T68-2 aufgebaut !! Erstaunlich bei 125W-Belastbarkeits-Angabe des Herstellers.


L8 (double) soll 10?H haben.

- Windungszahl auf 1 Ringkern (SOLL) lt. "Mini-Ringkern-Rechner": 42 Wdg.

- Windungszahl auf 2 Ringkernen (IST): 33 Wdg.


Somit wird also durch 2 Ringkerne die Windungszahl NICHT halbiert.

Clever wie ich bin (..hi..), habe ich mir mit einem legeren Seitenblick dann auch die AL-Formel im Mini-Ringkernrechner angesehen. Und dort steht für den "Betriebs-Blinden" dann auch die Lösung:

Die Windungszahl wird im Quadrat gerechnet !! Shame on me !..... :lol:

Der AL-Wert wird durch das "aneinanderpappen" also doch verdoppelt ! Die resultierende Windungszahl wird durch die Quadrierung jedoch somit nicht halbiert, sondern nahezu durch 1,41 geteilt.

Ich habe mir im Ringkernrechner zur Gegenprüfung einen anderen Ringkern mit nahezu dem doppelten AL-Wert hierzu rausgepickt, ...et voila, ich komme dann auch nahezu auf die 33 Wdg. der LDG-Doppelkernspule L8.

Frage somit beantwortet.


73 + schönen Sonntag
Jochen

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3

Sunday, May 28th 2006, 11:52pm

Hallo Jochen,

ich finde es ja prima, wenn Du Deine Fragen auch noch gleich richtig beantwortest. Ich glaube aber nicht, dass Dein Umbau auf Ringkerne einen großen Nutzen hat, da die Güte auch nicht größer wird, lediglich die Spulen werden bei gleicher Induktivität kleiner.


73 de Gerd, DM2CDB

This post has been edited 1 times, last edit by "DM2CDB" (Aug 13th 2008, 8:50pm)


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4

Monday, May 29th 2006, 7:25am

Hallo Gerd.

Also wenn ich diesen Bericht bzw. auch einen anderen darin erwähnten Bericht (der CQ-DL oder des FA !?) richtig verstanden habe, soll sich durch die Verwendung von Ringkernen tatsächlich die Güte spürbar verbessern lassen, weil Ringkernspulen wesentlich "toleranter" bzw. "unempfindlicher" gegenüber Umgebungseinflüssen wären.

Daher meine Überlegungen:

1)
Mein SG-239 hat z.B. ein relativ dichten Alu-Abschirmbecher um die Tuning-Einheit

2)
Die Luftspulen sind zwar im 90°-Winkel zueinander platziert, jedoch ist der Abstand zwischen den Spulen auch nicht gerade gross

3)
Auf 80m ist mein Unterdach-Windrispenband-Dipol viel zu kurz, geht aber dennoch bis nach Norddeutschland. Ich beobachte jedoch, dass nach ein paar Sekunden Sendedurchgang das SWR von anfänglich 1,2:1 auf max. 1,6:1 hochläuft. Vermutlich erwärmen sich aufgrund der starken Fehlanpassung die Spulen (Kondensatoren können's nicht sein, denn die würden plötzlich durchknallen und einen SWR-Sprung verursachen). Daher verspreche ich mir vom Einsatz von Ringkernspulen weniger Verluste.

Nochmals gesagt: Ich versuche nur die sehr interessanten Artikel über den RT-11 bzw. über die Aufbauproblematik von Selbstbau-Tunern zu deuten und mir für meinen SG-239 evtl. noch eine Verbesserung bzw. mögliche Verlustminimierung rauszuziehen.

73,
Jochen (DG2IAQ)

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5

Wednesday, May 31st 2006, 2:53pm

Hallo Jochen,

Dein Antennenproblem beschäftigt Dich ja schon eine ganze Weile. Deine Feststellung mit dem sich änderndem SWR bei Sendebetrieb würde ich nicht auf die Spulen des ATU schieben, vielleicht erzeugst Du im Dachstuhl irgendwo einen Lichtbogen. Ich würde vor dem Umbau auf jeden Fall erst einmal den RT-11 einsetzen, um zu sehen, wie sich der verhält.

Sicher wird durch den Einsatz von Ringkernen das Feld der Spule im Kern konzentriert und dadurch der äußere Einfluss reduziert, ich glaube aber nicht, dass die Güte optimal dimensionierter Luftspulen überschritten wird. Im Gegenteil kannst Du die Kerne in die Sättigung fahren und dadurch erst recht Probleme gekommen.


73 de Gerd, DM2CDB

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Wednesday, May 31st 2006, 3:55pm

Hallo Gerd.

Danke für Dein Posting. Jaja, ..die gleichen Überlegungen habe ich auch schon gemacht. Sogar die mit dem Lichtbogen ! Hi.

Was mich nur am RT-11 stutzig gemacht hat, war die Tatsache, dass der sogar nur T68-2-Kerne einsetzt. Und das bei einer Belastung von bis zu 125 Watt. Das habe ich ja noch nie gehört ! Habe allerdings auch noch nie von einem abgebrannten RT-11 gehört. Das Konzept scheint wohl in der Tat aufzugehen.

Daher hätte ich sowieso die 3 oder 4 grössten Spulen des SG-239 gleich mit zusammengeklebten Kernen nachgebaut, ebenso sofern vom Gehäuse möglich auch gleich die T80 oder T106 eingesetzt. Lieber eine oder zwei Nummern zu groß in der Belastung, ...hi.

Dann müsste trotz Impedanz-Missmatch das vielleicht bei meinen maximalen 120 Watt auf KW nicht in die Sättigung gehen.

Mal sehen. Doch ich glaube Du kennst mich inzwischen ziemlich gut. Wenn ich einen Artikel über Verbesserungen lese, der Inhalt für mich auch Sinn macht und ich die Ergebnisse auf andere Projekte kopieren kann, ...dann bin ich der "erste Mann der Stunde". Hi.

Normalerweise würde ich über die SGC-Tuner nix kommen lassen und sie haben sich ja schon weltweit tausendfach bewährt. Andererseits kenne ich inzwischen auch den Anspruchs-Level vieler amerikanischen HAM's, der liegt zum Teil unter dem Nullpunkt ! Hi. Daher gebe ich auf Berichterstattungen von "great", "outstanding" und Konsorten inzwischen nicht mehr so viel und frage lieber die Technik kritisch nach.

Bestes Beispiel sind die SGC SG-2020 Portabelgeräte, die bei den Amis auch als "great" und "outstanding" gehandelt werden, und die ausnahmslos JEDER Europäer verärgert in den Müll wirft (...oder meine DG2IAQ-Mods darauf anwendet, ...dann geht's wieder, ...hi).

Daher meine Verbesserungs-Schnapsidee auch am SG-239.


73,
Jochen (DG2IAQ)

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7

Thursday, June 1st 2006, 3:25pm

Hallo Jochen,
ich bin der Meinung, das eine Luftspule immer besser als eine Ringkernspule ist, was die Güte betrifft. Um Beeinflussungen zu vermeiden, sind die Ringkerne super, aber jedes Kernmaterial bringt auch Verluste mit sich. Da das Gehäuse deines SGC aus Alu besteht, wird keine magnetische Beeinflussung erzeugt. Sonst müßten auch alle Abschirmbecher in ZF-Spulenfiltern in Frage gestellt werden.

Viele Grüße aus Elmshorn
Gerhard

dg2iaq

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8

Friday, June 2nd 2006, 7:58am

Hallo Gerhard.

Danke für Dein Posting. Meine Überlegungen gingen noch weiter, denn ich besitze auch noch einen SGC SG-237-Platine (eingebaut in einer CURVER-Plastikbox), und der 237 hat wie manch andere SGC-Autotuner KEINERLEI Abschirmgehäuse um die Abstimmeinheit herum. Selbst die originalen SGC-Gehäuse (schwarz) wären auch nur aus Kunststoff.

Daher würde es sicherlich beim SG-237 evtl. Sinn machen, zumal der ziemlich klein ist und die Spulen relativ dicht nebeneinandersitzen.

Jede Spule ist zwar zu ihrer Nachbarspule um 90° gedreht eingebaut, ebenso werden diese auch bei Nichtgebrauch per Relais kurzgeschlossen. Dennoch können bei einem getunten Vorgang mehrere Spulen letztendlich aktiviert sein, die sich dann beeinflussen könnten. Und hier setzt der RT-11 gleich mit Ringkernen dagegen.

Werde vielleicht erst mal den SG-237 umbauen.

73,
Jochen

DM2CDB

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9

Friday, June 2nd 2006, 9:28am

Hallo Jochen,

ich würde auf jeden Fall erst einmal den Versuch mit allen vorhandenen Tunern machen, bevor ich den Umbau in Angriff nehme, da ich nicht überzeugt bin, dass der Fehler (Verschlechterung des SWR bei Erwärmung) am Tuner liegt. Sollte es so sein, war Dein Umbau zwar interessant, aber ohne Erfolg. Du solltest also Dein Augenmerk auf die Fehlersuche richten und erst bei eindeutiger Ursache diese beseitigen.


73 de Gerd, DM2CDB

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