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DM2CDB

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Sunday, October 9th 2005, 2:56pm

Antennenanpassung für Dumme

Hallo,

die Überschrift ist ein Original-Zitat von OM Hille, DL1VU, der damit auf den minimalen Wirkungsgrad von 10% hinweist. Nun sollte man aber nicht die Nase rümpfen, denn übliche Wunderantennen wie Micro-Vert, Magnet- und Isotron-Antennen sind auch nicht besser.

Der Vorteil der Dummyload-Antenne ist die über einen großen Frequenzbereich gute Anpassung, so dass ein zusätzlicher Antennentuner nicht gebraucht wird. Letzendlich ist es egal, ob ich die HF des TX in der Anpassschaltung des Antennentuners oder aber im Dummyload verheize.

Die beigefügte Schaltung zeigt das Prinzipschaltbild. Der verwendete Strombalun wurde bereits in diesem Forum vorgestellt. Als Dummyload wurden 5 parallel geschaltete Metallschichtwiderstände 1 kOhm mit einer Belastung von 2 W vorgesehen, so dass auch bei längere QSOs keine Überhitzung des Dummyload auftritt. Die Antennendrähte sind jeweils 3,5 m lang. Dadurch nimmt der Wirkungsgrad zu hohen Frequenzen hin zu. Eine Variation der Antennenlänge ist möglich, doch sollten Resonanzen vermieden werden

Die ganze Schaltung wird in ein kleines Kunststoffgehäuse mit BNC-Buchse und zwei Flügelschraubanschlüsse eingebaut. Damit ist man nach Erhalt der Lizenz in einem Nachmittag auf KW QRV. Über detailierte Testberichte in diesem Forum würde ich mich freuen.

Auch ein unsymmetrischer Aufbau ist möglich. Dabei ersetzt man den Strombalun durch einem Spannungsbalun, bei dem ein Dipolast als Radial an Erde gelegt wird.

Bei ebay wird derzeit eine AFU- und CB-Antenne angeboten, die nach dem beschriebenen Prinzip zu funktionieren scheint.

Hier der Link zum Download: http://www.817-onair.de/index.php?page=D…BData&dataID=47 .


73 de Gerd, DM2CDB

This post has been edited 2 times, last edit by "DM2CDB" (Sep 19th 2008, 8:18pm)


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2

Monday, October 10th 2005, 12:33pm

Hallo Gerd.

Wieder mal ein hervorragender Hinweis von Dir.

Hatte mir kürzlich in der Tat eine solche Antenne für meinen FT-817 gebastelt. Das ganze beruht auf einen URalten Artikel aus der FUNK, ich meine aus 1985 oder so. Müsste aber zuhause nach der Kopie schauen.

Anmerken möchte ich noch, dass ich kürzlich in unserem Elektronik-Shop in Pforzheim METALLBEDAMPFTE Widerstände entdeckte. Diese sehen vom Prinzip aus wie die 2W Metallfilm-Widerstände, ...nur eben fast 4x so gross bzw. besser gesagt "lang". Belastbarkeit 11W je Widerstand !!!

Es sind keine sonst üblichen höher belastbaren ZEMENT-Drahtwiderstände, keine Angst. Meine Typen sind voll HF-tauglich, fast über den 2m-Bereich raus sogar, also für KW uneingeschränkt nutzbar.

Damit hatte ich mir eine Wheatstone'sche Brücke in meine Selbstbau-Tisch-Magneticloop gebaut und kann die Antenne somit perfekt abstimmen und der 817 sieht nur ein SWR von nahezu 1:1, bis ich fertig bin.

Da ich Restposten-Drehkondensatoren von POLLIN einsetze, wäre die Magneticloop auch über 5W belastbar. Daher habe ich gleich die hoch belastbaren Metalldampf-Widerstände verwendet, ....schaden kann's nicht.

Mit diesen sowie mit einem grösseren Ringkern (oder 2 huckepack) könnte man diese von Dir beschriebene Antenne dann auch für 100W HF auslegen (was den schlechten Wirkungsgrad wieder zumindest ETWAS relativiert, .....hi).


73,
Jochen (DG2IAQ)

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3

Monday, October 10th 2005, 3:47pm

Hallo Jochen,

besten Dank für die Blumen, ich finde Deine Artikel auch immer herzerfrischend. In dem Zusammenhang eine Frage, kann man den FT-897 auf 5W reduzieren und so mit gedrosseltem Schaum als FT-817 Ersatz(Selbsterklärung) nutzen.

In der Tat gibt es zu dieser Antenne schon einige Literatur, z.B. im Rothammel, in der beam und der Funk. Ich habe diese aber hier im QRL nicht greifbar, wenn gewünscht, kann ich sie aber heraussuchen. Die Idee zu diesem Artikel trage in schon eine ganze Weile mit mir herum, letzendlich hat das Angebot bei ebay dazu geführt, die Idee in die Tat umzusetzen.

Ich hoffe, der eine oder andere kann davon profitieren, denn dann sollte die Überschrift lauten: Dumm kann man sein, Man(n) muss sich nur zu helfen wissen.

Ich denke, es ist schon vielen geholfen, dass die Endstufe gut angepasst ist. Wer schon mal so ein Maschinengewehr Gottes (ATU) bei der Arbeit (SWR) beobachtet hat, wird mir zustimmen.


73 de Gerd, DM2CDB

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4

Tuesday, October 11th 2005, 10:52am

Da fällt mir noch gerade etwas anderes zu diesen Widerständen ein:

Diese kann man auch in unserem Projekt "Z-11-Saver" verwenden.

siehe: http://www.817-onair.de/viewtopic.php?t=141

Dann kann man mit nur 3 solcher Widerstände, die problemlos Platz im Gehäuse finden sollten, ein Dämpfungsglied für den Tuningprozess aufbauen, das aber auch die möglichen 25W HF IN des Z-11 locker abkönnen.

Nix mehr mit selbst gebastelten Widerstandsdekaden, die dann trotzdem noch heiß werden.

Werde hiernach meinen überarbeiteten Z-11 nochmals öffnen und die Widerstände austauschen, dann geht die Leistungsgrenze wieder hoch bis zum Gehäuse-Aufdruck, ....hi.


73,
Jochen (DG2IAQ)

5

Wednesday, October 12th 2005, 11:07am

Re: Antennenanpassung für Dumme

Quoted from ""DM2CDB""


Auch ein unsymmetrischer Aufbau ist möglich. Dabei ersetzt man den Strombalun durch einem Spannungsbalun, bei dem ein Dipolast als Radial an Erde gelegt wird.

Bei ebay wird derzeit eine AFU- und CB-Antenne angeboten, die nach dem beschriebenen Prinzip zu funktionieren scheint.


[schild=19 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1]vy 72 es 73 de Gerd, DM2CDB[/schild]


Bonnie, KQ6XA, stellte beim Vertical Antenna Shootout 2002 2 Antennen mit 75 Ohm/ 5 W - Widerstand über einen BNC-Stecker und mit 90 bzw. 48 Inch Strahlerlänge vor. Fallen die auch in diese Kategorie?

Leider finde ich das erwähnte ebay-Angebot nicht; unter welchem Stichwort muss ich suchen?

73, Alfred, OE5AKM

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6

Wednesday, October 12th 2005, 11:55am

Hallo Alfred.

Die besagte eBay-Antenne findest Du auch unter der Homepage des Anbieters:

http://www.dxantennen.de

bzw. konkret die hier angesprochene Antenne (vermutlich auch mit Widerstandsanpassung und/oder Balun) für den FT-817:

5 Watt Allband-Zimmerantenne für FT-817, CB-Funk usw.
Artikelnummer: 5800622374

Die Beschreibung von Bonnie werde ich mir auf der "HFPack"-Seite auch noch ansehen, dann kann ich Dir evtl. auch mehr dazu sagen.


73,
Jochen (DG2IAQ)

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7

Wednesday, October 12th 2005, 12:09pm

Ah, ja.

Auf www.hfpack.com, im Link "Vertical Antenna Shootout" ganz unten sind diese beiden (Behelfs-)Antennen.

Also lt. Beschreibung ist das nur ein 75 Ohm Widerstand vom Innen- zum Aussenleiter einer HF-Buchse, somit ein 75 Ohm Dummyload. Nur dass eben am "heißen" Leiter noch ein Antennendraht zur Abstrahlung befestigt wird. Mal kürzer (Verlust -26dB), mal länger (Verlust -18dB).

Der Trick ist ähnlich. Ein 75 Ohm Dummyload bringt an einem 50 Ohm TRX ein SWR von 1.5:1.
Da nun noch aber die verkürzte Antenne daran "parallel hängt" und mit deren z.T. auch höheren Impedanz (nicht angepasste Drahtlänge) wird dieser 75 Ohm Realwiderstand noch durch die Parallelschaltung heruntergedrückt. Dann kommt man auf das im Testbericht ausgewiesene SWR von 1.3:1.

Vorteil ist nur, dass der TRX (speziell der "kritische" 817 mit seiner alten PA-FETs) immer ein gutes SWR sieht. Aber wie man sieht, bleibt dann natürlich zur Abstrahlung nicht mehr viel übrig.

Durch die Transformation von Gerd mit seinem 4:1 Balun sieht für mich diese Leistungsausbeute aber weit besser aus als mit nur der 75 Ohm Widerstands-Methode.


73,
Jochen (DG2IAQ)

8

Wednesday, October 12th 2005, 12:58pm

Quoted from ""dg2iaq""


Also lt. Beschreibung ist das nur ein 75 Ohm Widerstand vom Innen- zum Aussenleiter einer HF-Buchse, somit ein 75 Ohm Dummyload. Nur dass eben am "heißen" Leiter noch ein Antennendraht zur Abstrahlung befestigt wird. Mal kürzer (Verlust -26dB), mal länger (Verlust -18dB).

Der Trick ist ähnlich. Ein 75 Ohm Dummyload bringt an einem 50 Ohm TRX ein SWR von 1.5:1.
Da nun noch aber die verkürzte Antenne daran "parallel hängt" und mit deren z.T. auch höheren Impedanz (nicht angepasste Drahtlänge) wird dieser 75 Ohm Realwiderstand noch durch die Parallelschaltung heruntergedrückt. Dann kommt man auf das im Testbericht ausgewiesene SWR von 1.3:1.


Lieber Jochen,

herzlichen Dank für deine Infos! Wäre interessant, was mit dem Ding in der Praxis noch "geht", hi...

73, Alfred, OE5AKM

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9

Wednesday, October 12th 2005, 1:43pm

Eine ganz andere Idee hatte ich in diesem Zusammenhang noch und denke, dass ich mit diesen Gedanken gar nicht so falsch liegen kann.

Anstelle des 75 Ohm Dummys oder eines 4:1-Baluns mit 200 Ohm Dummy würde ich ein 50 Ohm Widerstands-Dämpfungsglied einsetzen, aber eines mit geringer Dämpfung, also zB. -2dB.

Das sollte doch dann weit effektiver sein und an der Antenne sollte auch noch spürbar mehr Leistung zur Abstrahlung ankommen, als mit der direkten 75 Ohm Dummyload Methode. Der TRX sieht dann aber je nach Mißanpassung der Antenne ein SWR von höchstens 1.5:1, meist aber 1:1. Doch die Durchgangsverluste sollten doch weit geringer sein, als ein "Verbraten" in einem 75 Ohm Dummyload, ..oder nicht !?

Ich denke schon, dass ich damit richtig liege.

Ich werde mir jedenfalls aus besagten Hochlastwiderständen und einem ähnlichen Dämpfungsglied wie es Gerd beschrieben hatte eine Anpass-Schaltung in ein kleines Gehäuse bauen, PL-PL Zwischenstecker dran oder PL-Winkelstecker, und dann passt das ganze direkt hinten auf den 817 "druff". Oben noch 2 Bananenbuchsen rein (die grösseren, bei denen man zur Not durch das zusätzliche Gewinde auch einen Behelfsdraht drunterklemmen kann). Eine für die Antenne, die andere für mögliche, auf dem Boden auslegbare, unabgestimmte Kurzradial-Drähte von ca. max. 3m Länge.


Dann mal sehen, was geht.


73,
Jochen (DG2IAQ)

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10

Wednesday, October 12th 2005, 9:41pm

Hallo,

ich freue mich, dass ich eine interessante Diskussion anregen konnte. Ob mein Schaltungsvorschlag optimal ist, muss erst die Praxis beweisen. Dazu gibt es ja erste Anregungen. Eine Antenne mit Drahtlängen < Lamda-Viertel ist niederohmig. Es kann also ohne weiteres Sinn machen, den Strombalun umgekehrt zu betreiben, also 4:1 statt 1:4. Damit ergibt sich ein Ausgangswiderstand von 12,5 Ohm, was schon besser zur Leiterlänge passt, denn Ri und Ra sind etwa gleich gross. Das Ergebnis ist dann eine Leistungsteilung.

Der Einsatz eines Dämpfungsgliedes macht keinen Sinn, denn dessen Eingangswiderstand ist 50 Ohm, wozu noch weniger Spannung an die Antenne legen(Dämpfung des Dämpfungsgliedes).

Bei meiner Schaltung erfolgt nach der Formel P=U*U/R oder U=Wurzel P*R mit 200 Ohm zu 50 Ohm die doppelte Spannung an die Antenne, aber nur der halbe Strom.

Es bleiben also noch viele Möglichkeiten für praktische Überlegungen und Tests.


73 de Gerd, DM2CDB

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11

Thursday, October 13th 2005, 9:09am

Hallo Gerd.

Zur Antenne möchte ich nur noch anmerken, dass ich sowieso BEWUSST UNABGESTIMMTE LÄNGEN verwendet hätte, damit diese in den AFU-Bändern nicht in Resonanz sind. Dann ist fast garantiert, dass die Antennenimpedanz in den AFU-Bändern nicht absinkt (und hierbei dann die meiste Leistung im Balun/Widerstand verbraten wird).


Eine andere Idee kam mir gestern noch:

Das ganze Prinzip müsste auch funktionieren, wenn man ein 9:1 Magnetic-Balun nimmt und an der Antennensteite einen 680 Ohm Widerstand nach Masse schliesst (680/450 Ohm (9:1) = SWR von 1.5:1). Damit spart man sich auch ein Antennenanpassgerät ein und der TRX sieht nur ein SWR von max. 1.5:1.
Der Magneticbalun soll ja angeblich in den meisten Fällen sowieso ein gutes SWR liefern, aber mit dem zusätzlichen Abschlusswiderstand (etwas höher gewählt mit 680 Ohm anstelle 450 Ohm) hat man das gute SWR GARANTIERT auf ALLEN KW-Bändern.


Mir gehen da derzeit durch diese Diskussion einige Projekte durch den Kopf.
Ich habe ja noch einen Alu-Portabelkoffer mit eingebautem SGC SG-2020 (25W) und einem LDG Z-11. An diesem Portabelkoffer ist u.a. ein DV-Fuss montiert, an dem ich z.B. meine ca. 3,5m lange Militärantenne ranschrauben kann. Ein paar unabgestimmte Radials auf dem Boden ausgelegt, ...und los geht der Spass !! Für die unteren Bänder kann ich noch einen Magneticbalun zwischenschalten, um den Z-11 zu entlasten.

Was wäre nun aber anstelle des Z-11 mit einem 4:1-Balun und einem 200 Ohm Abschlusswiderstand !? Dann könnte ich auch OHNE Anpassgerät BELIEBIGE Drähte spannen und sofort QRV werden. Und das auf der ganzen KW.

Ich hatte bisher nur selten Funk-Equipment im Urlaub dabei, aber 2003 in Dänemark war der PKW so voll, dass ich ganz darauf verzichten wollte und hatte mich dann nur für meinen 817 entschieden. Dort vor Ort hatte ich den riesigen Garten des Ferienhauses gesehen und meine Entscheidung BITTER bereut, ...hi. Im Supermarkt 2x 20m Wäscheseile mit drei inneren Stahllitzen gekauft, und schon war mein Primitiv-Dipol für 80m fertig. Natürlich NUR auf 80m nutzbar, denn ich hatte ja KEIN Anpassgerät und dummerweise damals auch noch KEIN Magneticbalun dabei. Und 5W auf 80m machen nicht wirklich Sinn, ...hi.

Daher "brodelt" bei mir die "Birne" gerade, wie ich künftig mit der oben besprochenen Technik ein "Rundum-Sorglos-Paket" bauen kann, das mit beliebigen Drähten (Random Wire) JEDERZEIT mit gutem SWR funktioniert. Dass hierdurch natürlich bewusst Verluste in Kauf genommen werden, ist außer Frage. Doch besser mit Verlusten, ...als mit gar keiner Antenne !!!

Ich bleibe am Ball und berichte.


73,
Jochen (DG2IAQ)

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12

Thursday, October 13th 2005, 9:19am

Eines wollte ich noch zu Deinem ersten Posting anmerken, Gerd.

Ich glaube NICHT, dass die eBay-Antenne von "DXAntennen" nach dem Prinzip 4:1-Balun mit 200 Ohm Abschlusswiderstand funktioniert. Der Gedanke kam mir zwar auch gleich, weil ich just ein paar Tage zuvor den alten FUNK-Bericht über diese Technik gelesen hatte.

Mich hat allerdings der Satz stutzig gemacht, dass die Antenne von KW bis 2m/70cm mit immer gutem SWR geht. Ich kenne keinen Ringkern, der diese Bandbreite in einem Rutsch mitmacht !

Daher tippe ich eher auf mein angesprochenes Widerstands-Dämpfungsglied, das ja frequenzunabhängig ist und somit durchaus auch in den hohen Frequenzen noch eingesetzt werden kann.

Der gute OM Volker von "DXAntennen" ist da zum Glück sehr offen und hat schon einmal seine Technik der 2/70-Portabelantenne in einem Funkforum offenbart. Vielleicht gibt er uns auch für diese Antenne das Hintergrundwissen auf den Weg !? Denn wie er selbst im Funkforum bemerkte, seine Antennen sind nicht weit über dem Materialpreis, somit lohnt sich auch das Zurückhalten von Know-How nicht. Seine Ziel-Kunden sind eben die "Nicht-Löter" oder die, die es bequem haben wollen.

Ich versuche mal, ein paar Informationen zu bekommen.


73,
Jochen (DG2IAQ)

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13

Thursday, October 13th 2005, 9:59am

Hallo Jochen,

wenn man nur den Abschlusswiderstand verwendet, z.B. 50 Ohm nimmt, bekommt man eine Breitbandantenne, siehe ebay. Den 50 Ohm Widerstand kann man z.B. aus 4*200 Ohm/2W in Metállschicht aufbauen. Damit hat man ein Dummyload mit 8 W Belastbarkeit für alle Bänder. Das SWR ist mit Sicherheit < 1,1 bei 70 cm. Für 2 m und 70 cm gibt es aber kleine Antennen mit Gewinn zum Aufschrauben, z.B. von Nagoya, die allemal besser sind als die Gummiwurst von Yaesu. Deshalb habe ich mich auf KW beschränkt. Hier kann man vorteilhaft einen Strom- oder Spannungsbalun zur Impedanztransformation einsetzen, aber wo ist das Optimum?

Ein Problem bleibt noch offen. Dies ist die Anpassung Dummyload an die Antennendrähte. Hier gilt kurze Antenne niederohmig, lange Antenne hochohmig. Wir arbeiten hier mit kurzen Antennen. Eine Lösung habe ich noch nicht, deshalb muss ich erst mal einige Literatur wälzen. Du kannst da als Praktiker ja schon mal erste Versuche machen und hier berichten.


73 de Gerd, DM2CDB

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14

Thursday, October 13th 2005, 10:11am

Quoted


Was wäre nun aber anstelle des Z-11 mit einem 4:1-Balun und einem 200 Ohm Abschlusswiderstand !? Dann könnte ich auch OHNE Anpassgerät BELIEBIGE Drähte spannen und sofort QRV werden. Und das auf der ganzen KW.


73" linkhref="
Jochen (DG2IAQ)[/quote" class="wysiwygQuote">

Hallo Jochen,

aber das war genau meine Idee, hab ich mich so blöd ausgedrückt, dass das nicht rüber gekommen ist. Sieh Dir mal das Schaltbild dazu an. Die Idee funktioniert aber nur mit kurzen Drähten, also nicht mit BELIEBIGEN Drähten.


73 de Gerd, DM2CDB

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15

Thursday, October 13th 2005, 10:27am

Liebe Freunde,

seht euch mal das an:

http://www.maxx-com.com/index.html

Ich vermute, das geht auch in unsere Richtung! Wird übrigens bei eham

http://www.eham.net/reviews/detail/2842

ziemlich kontrovers bewertet!

73, Alfred, OE5AKM

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16

Thursday, October 13th 2005, 12:20pm

Kontrovers bewertet !??

Obwohl mich das wundert, denn meist scheinen sich die Ami's auf www.eham.net mit sehr viel ZUFRIEDEN zu geben :lol: . Und das bei Zeugs, wo jeder Europäer schon läng "Amnesty International" alarmiert hätte.. :P

Daher wundert es mich, dass aus dieser Richtung tatsächlich auch mal Negativ-Kritiken verlautbar werden.


Doch der N1EA hat's auf den Punkt gebracht:
"..Inside was a single Dale Precision resistor 50 watt type and a small transformer made of teflon wire. .."

Diese goldenen Widerstände könnte ich im Pforzheimer Elektronikladen auch bekommen, aber ich meine, das wären DRAHTWIDERSTÄNDE und somit für HF NICHT tauglich.

siehe hier: http://www.alltronics.com/resistors.htm

Und da wird's (auch aufgrund des Hinweises mit dem "small transformer") die Ausführung 250 Ohm / 50 Watt sein. Somit bekommt man mit dem "small transformer", sicherlich einem 4:1 Balun, ein SWR von 1,25:1 heraus.

Den Hinweis mit dem spürbar reduzierten RX-Störnebel kann ich aufgrund meiner (leider noch wenigen) Messungen voll bestätigen. Durch die permanente Widerstandsbelastung fliessen offensichtlich Störnebel schön nach Masse ab (das Sendesignal leider auch, ...hi).


73,
Jochen (DG2IAQ)

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17

Thursday, October 13th 2005, 4:12pm

Na das ging ja fix. Hier die Antwort von Volker.

BESTEN DANK, LIEBER VOLKER !!!!

73,
Jochen (DG2IAQ)


[hr]
Hallo Jochen, folgenden Text habe ich auch anderen schon zur Verfügung gestellt.

Leider kann ich zeitbedingt nicht alle Foren lesen und posten, gerne
kannst du das unten stehende so weitergeben.


Und sie strahlt doch!
Angetrieben vom Ehrgeiz eine universelle Antenne für das FT-817 zu
konstruieren hab ich mich auf die Suche gemacht und alles recherchiert,
was es schon an Universalantennen gab.

Die Vorgabe sollte seit 5 Watt Belastbarkeit und Allbandbetrieb von 160m
- 70cm, sowie Veränderungen, umgebungsbedingt sollten relativ einfach
realisierbar bleiben.

Alles was bisher zu kaufen war, war jenseits der 100 Euro Marke und
deshalb einfach zu teuer. Bandwechsel erzwungen mit anderen Strahlern
war ebenfalls nicht geschickt für Universalbetrieb.

In Erinnerung kamen mir die Abschlusswiderstände in Antennensteckdosen
und anschließend der Gedanke an einen Dummy, mit dem Hintergedanken,
dass ein daran angeklemmter Draht trotz 50 Ohm Abschluss nun mal doch
strahlt.

Also schnell in den Keller und was zusammengelötet. SWR messen, 1:1
auf allen Bändern. Hoch in den Garten und einen Draht gespannt und
siehe da, alle Rundfunkbänder waren gut zu hören.

Erdleitung dran und ausgespannt und da waren auch die
Amateurfunkbänder zu hören. SWR immer noch 1: 1 bis auf kleine
Lücken .

Die nächsten Versuche waren Vergleiche im Nahfeld mit
Feldstärkemeter und Vergleich Dipol gegen 50 Ohm Abschluss mit
angehängtem Dipol.

-3 db bei Lambda /4 Strahler und Radial, das geht doch und immerhin noch
-10db mit nem 1,5m Strahler und Radial auf 20m.

Als Notbehelf geht's allemal, und die Anderen jenseits der 100 Euro
Marke-Antennen gehen auch nicht besser, auch wenn's die Hersteller nicht
zugeben. Welcher Hersteller gibt schon gerne "gewinn -10dB gegenüber
Dipol" an. Ist aber Realität und Wunderantennen gibt's nun mal nicht ,
auch nicht im Amateurfunk.

Sicherlich wird der Abschlusswiderstand warm, da darin ja ein Teil der
HF verbraten wird.

Das ist aber weniger schlimm, als wenn die Leistung in der
fehlangepassten Antenne verbraten wird, oder in der Sendeendstufe des
Transceivers. Hier sieht der TRX immer 50 Ohm und dankt es in konstant
hoher max. Ausgangsleistung. Außerdem gehören bei diesem
Antennenprinzip Mantelwellen und Handempfindlichkeit der Vergangenheit
an.

Alles in allem ist die so konstruierte Antenne ein guter und äußerst
günstiger Kompromiss für Allbandbetrieb von 160m - 70cm.

Wem ein angepasster Dipol zur Verfügung steht fährt natürlich mit
dieser Antenne besser, wer schleppt aber schon für jedes Band die
passende Antenne mit in den Urlaub?

Und sie strahlt doch!



Gruß aus Worms
Volker Knies

www.dxantennen.de
Besuchen Sie meinen EBAY-SHOP unter:
http://stores.ebay.de/dxantennen

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Weitere Bestellungen können Sie einfach per EMAIL übermitteln.


[hr]

18

Thursday, October 13th 2005, 4:15pm

Habe jetzt auch noch den Originalartikel aus beam gefunden:

http://www.qsl.net/dl7jv/zwa.htm

73, Alfred, OE5AKM

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19

Thursday, October 13th 2005, 4:25pm

Jawoll, genau D A S war der Artikel, den ich damals gelesen hatte.


73,
Jochen (DG2IAQ)

20

Thursday, October 13th 2005, 6:49pm

Ich fasse nochmals zusammen, wie ich es verstanden habe:

Die von Volker via Ebay vertriebene Antenne entspricht im Prinzip der von Bonnie im Antenna Shootout beschriebenen - mit dem Unterschied, dass Volker statt eines 75 Ohm Widerstandes einen von 50 Ohm verwendet und einen etwas kürzeren Strahler anschließt (Volker: 1,5 m / Bonnie: 2,3 m).

Ein einziger simpler Drahtwiderstand(?) tut es offenbar - und den gibt es bei Bedarf auch für mehr Watt...

Noch eine Verständnisfrage: Wo liegt der große Vorteil, die 50 Ohm-Impedanz des Koaxkabels erst 1:4 auf 200 Ohm hochzutransformieren, statt wie Volker direkt anzuschließen?

73, Alfred, OE5AKM