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admin

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Wednesday, October 13th 2004, 11:25am

Aurora-DX: Ursachen und Erkennung

Aus dem Löbenberg-Rundspruch 42

Aurora-DX: Ursachen und Erkennung

Am Anfang einer Aurora steht eine Eruption auf der Sonne. Plasma wird ausgeschleudert und gelangt in das Magnetfeld der Erde. Dieses Plasma konzentriert sich entlang der magnetischen Feldlinien und erreicht nach einer gewissen Zeit unsere Erdatmosphäre. Dort verursacht es eine Ionisation. Aurorärscheinungen sind nicht nur auf den Nordpol beschränkt (Aurora borealis) sondern treten auch am Südpol (Aurora. australis) auf.

Diese Erscheinungen am Südpol sind aber für uns in Europa nicht von Bedeutung. Die Häufigkeit und Intensität der Aurora steht auch in einem gewissen Zusammenhang mit dem 11-jährigen Sonnenzyklus. Bei starken Auroraerscheinungen ist die Erdmagnetik stark gestört. Eine Aurora entsteht etwa 100 km über der Erdoberfläche bzw. ist in dieser Höhe wirksam. Diese Reflexionszentren sind in Bewegung und erfordern ein genaues Nachführen der Antenne. Daher ist es hilfreich, neben dem Rapport auch die Antennenrichtung auszutauschen. So kann man recht genau beurteilen wo das Zentrum der Aurora ist. Außerdem sind Aurorasignale sehr mühsam zu verstehen, weil die Signale sehr stark verbrummt sind. Eine Funkverbindung in CW ist hier wesentlich einfacher zu gestalten.

In folgenden Monaten werden verstärkt Auroraerscheinungen beobachtet:
Januar, April, Mai, August, September, Oktober.

Zu folgenden Tageszeiten kann Aurora auftreten:
15:00 UTC - 19:00 UTC

Ein zweiter Schub erfolgt dann manchmal gegen 23:00 Uhr UTC.

Mehrere Faktoren beeinflussen die Dauer einer solchen Öffnung. Die Reflexionszonen befinden sich ungefähr in einer Höhe von 100 km. Man geht aber auch von Reflexionen aus, die sich in größeren Höhen abspielen. Unter guten meteorologischen Voraussetzungen sowie troposphärischen Bedingungen können Reichweiten bis zu 2000 km überbrückt werden. Als Entfernung gilt hier der direkte Weg zwischen zwei Stationen, nicht der Weg über die Reflexionszone.
Es gibt einige Hinweise, die auf eine mögliche Aurora schließen lassen. Aber diese Messdaten sind dem Amateur selten zugänglich und auch nicht immer optimal für eine Prognose geeignet:

Messung des Sonnenrauschens

Wenn die Sonne Partikel auswirft, nimmt das Sonnenrauschen über kurze oder längere Zeit stark zu. Innerhalb von 45 Stunden nach einem Anstieg des Sonnenrauschens ist Aurora möglich, denn diese Partikel brauchen etwa 45 Stunden, um den Weg von der Sonne zur Erde zurückzulegen.

Mögel-Dellinger Effekt

Durch eine Eruption auf der Sonne kommt es zu totalen Ausblendungen auf den Kurzwellenbändern zwischen 1.6 MHz bis 30 MHz. Die Bänder sind "tot" und man meint, der Empfänger sei defekt bzw. keine Antenne angeschlossen.
Diese Erscheinung kann wenige Minuten bis zu einigen Stunden anhalten. Langsam kommen die Signale auf den tieferen Frequenzen dann wieder, und das gesamte KW-Band erholt allmählich.

Störungen der Erdmagnetik

Nach dem Ausschleudern von Sonnenteilchen in das Weltall wird ein Teil dieser Partikel von der Erde angezogen und beeinflusst die Erdmagnetik, den so genannten AK-Wert.

Baken (Aurorawarnbaken)

Viele Baken schalten nach einigen Minuten die Antennenrichtung um oder strahlen immer in nördliche Richtungen. Einige Baken senden oftmals eine zusätzliche Kennung aus, wenn Aurora auftritt. Das ist von Bake zu Bake unterschiedlich (z.B. SK4MPI, DL0UB, PI7CIS, DL0PR).

(aus einem Packet-Beitrag von Ralf, DL8RJ)